Auf dem Weg zur Volksinitiative “Schule in Freiheit”
Berlin - Wie werden unsere Schulen gut? – Unter diese Frage stellte der Arbeitskreis “Schule in Freiheit” des Omnibus für direkte Demokratie den vergangenen Freitag und Samstag – In Form von Vortrag (Hennig Kullak-Ublick) und Seminar (Ingo Krampen) war diese Tagung im Haus der Demokratie eine Einladung an alle Bürgerinnen und Bürger, in einen Austausch zu Ansichten und Fragen rund um das Bildungswesen nicht nur in Berlin zu kommen. Den Einstieg zeichnete Henning Kullak-Ublick, Begründer der Aktion “Mündige Schule”, mit seinem Vortrag, in dem er Erfahrungen und Einsichten als Lehrer und Initiator der Volksinitiative “Schule in Freiheit” 1998 in Schleswig-Holstein zur Verfügung stellte.
Seit Sommer 2009 arbeitet der Berliner Arbeitskreis „Schule in Freiheit“ an der Frage, wie das bestehende Schulwesen entwickelt werden kann. Er hat Ideen und Vorschläge erarbeitet, die allen Schulen, den staatlichen wie den freien, zugute kommen sollen. Über diese Vorschläge möchte sich der Arbeitskreis mit Hilfe des Instrumentes der Volksinitiative mit einer größeren Öffentlichkeit auseinandersetzen.
Die Volksinitiative soll folgende drei Ideen enthalten:
1. Gleichberechtigte Finanzierung
Nicht mehr die Trägerschaft einer Schule (staatlich oder frei) soll über die Finanzierung entscheiden, sondern einzig sachliche Gesichtspunkte, die für alle Träger gleichermaßen gelten. Alle Schulen in ihrer Vielfalt sollen ohne Schulgeld zugänglich sein.
2. Pädagogische Freiheit
Die Schulen sollen die Lehrinhalte und Methoden aus der eigenen Erfahrung heraus selbstständig gestalten und weiterentwickeln können. Das ermöglicht pädagogische Neuerungen, die von anderen Schulen auch übernommen werden können.
3. Organisatorische Selbständigkeit
Alle Schulen, die es wollen, sollen die weitestgehende organisatorische Selbstständigkeit erhalten. Damit sie z.B. ihre Lehrerkollegien selbstständig berufen können.
Die Volksinitiative „Schule in Freiheit“ will selbst Schule sein. Die Vorschläge, die sie enthält, sind nicht fertige Ergebnisse, sondern Anregungen für das Gespräch. Jede Bürgerin, jeder Bürger ist eingeladen, mitzuberaten und mitzuarbeiten.
Weitere Berichte zum Seminar mit Ingo Krampen folgen.
Weitere Informationen:



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