Syrien: Revolutionspatenschaft

Appell an deutsche Zivilgesellschaft zur Unterstützung syrischer Aktivisten // Revolutionspatenschaften stärken den friedlichen Aufstand für Demokratie und Menschenrechte

Berlin, 4. Januar 2012. Das heute vor der Bundespressekonferenz vorgestellte Projekt „Adopt a Revolution“ zur Unterstützung der syrischen Demokratiebewegung ist sehr erfolgreich gestartet. Innerhalb weniger Tage gingen bereits über 300 Menschen eine so genannte Revolutionspatenschaft ein, um direkt ein lokales Komitee bei seiner politischen Arbeit gegen die Assad-Diktatur finanziell zu unterstützen. Das Projekt wurde vor Weihnachten gemeinsam von syrischen und deutschen Menschenrechtsaktivisten auf den Weg gebracht.

Der Protest für Menschenrechte und Demokratie in Syrien wird in den letzten Monaten vor allem von lokalen Koordinierungskomitees getragen. Dabei sprechen sich die Komitees explizit gegen den Einsatz von Waffengewalt aus, dokumentieren die zahllosen Menschenrechtsverstöße des Regimes und leisten einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer Zivilgesellschaft in Syrien. Doch als das Rückgrat des Aufstands in Syrien, leiden die Komitees besonders unter der Verfolgung durch die Geheimdienste und Militärs. Viele Mitglieder der Komitees mussten in den Untergrund gehen und können die finanziellen Lasten ihrer Arbeit kaum noch selbst tragen.

„Die syrischen Aktivisten brauchen jetzt unsere Solidarität und finanzielle Hilfe,“ so Elias Perabo, Mitinitiator von Adopt a Revolution „Mit einer Revolutionspatenschaft unterstützen bereits über 300 Menschen aus Deutschland aktiv die friedliche Arbeit der lokalen Komitees für Demokratie und Menschenrechte. Dank der Unterstützung von außen können die Aktivisten ihre Bemühungen für einen Erfolg des arabischen Frühlings auch in Syrien fortsetzen.“

Ferhad Ahma, Mitglied im Beirat von Adopt a Revolution, erklärt das Engagement der syrischen Aktivisten: „Wir wollen keine weitere militärische Eskalation in Syrien, sondern eine Fortsetzung des friedlichen Protests. Ein Bürgerkrieg würde tausende Menschenleben mehr kosten, als die aktuellen friedlichen Proteste. Um das zu verhindern ist es dringend notwendig, die lokalen Komitees zu unterstützen.“

Das Projekt wird von namhaften Nicht-Regierungsorganisationen wie Medico International und breiten Teilen der Friedensbewegung unterstützt. Für die Auswahl der unterstützten Komitees arbeitet das Projekt eng mit den beiden größten Aktivisten-Netzwerken – den Local Coordination Committees of Syria (LCCs) und der Syrian Revolution General Comission (SRGC) – zusammen.

Weitere Informationen zum Projekt und den Revolutionspatenschaften finden Sie unter:
http://www.syrischer-fruehling.de

 

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